Axel auf Achse.de
Elsass
Ein paar Tage ins Elsass,
in der Hoffnung das kein Schnee fällt.
Am Morgen, 10 cm Neuschnee im Allgäu, Autobahn gesperrt, was nun?
Erstmal die Einfahrt frei schaufeln, dann wird es schon besser werden auf den Straßen.
Und so war es dann auch.... auf nach Freiburg.
Die Fahrt nach Freiburg verlief problemlos, die Straßen waren gut geräumt vom Schnee.
Als erstes habe ich den Stellplatz am Stadion aufgesucht, nicht der schönste, aber praktisch da direkte Straßenbahnanbindung in die City besteht.
Im laufe des Abends musste ich dann feststellen, das eine Kunstoffverbindung der Wasserleitung, gebrochen ist.
Im Internet habe ich eine LMC Werkstatt, in Waldkirch gefunden, die Firma Camping Egli.
Nach einem schönen Sonnenaufgang, fuhr ich erstmal zur Firma Egi, der nette, hilfsbereite Mann hat sofort gewusst, wo er Suchen muss. Das passende Ersatzteil hatte er auch an Lager. Eine Stunde später war alles wieder perfekt gerichtet. Auch wenn es nur eine kleine Werkstatt ist, der Service und die Hilfsbereitschaft ist Riesengroß. DANKE
Wieder zurück auf den Stellplatz und dann ab zur Stadtbesichtigung von Freiburg, wo ich den Rest des Tages verbracht habe.
Am nächsten Morgen, nach einer kalten Nacht, ging die Fahrt ins Elsass, zuerst nach Selestat.
Ein Parkplatz, Zentrumsnah war schnell gefunden, auf zur Besichtigung der schönen alten Stadt, bei Sonnenschein aber auch bei Minustemperaturen.
Der alte Stadtkern, hat schöne alte Fachwerkhäuser, einen großen Dominaten Marktplatz und sogar schon die ersten Störche waren wieder zurück vom Winterquartier.
Das nächste Ziel war Dambach-la-Ville, das ca. 10 km nördlich von Selestat liegt.
Die beiden Stadttore von Dambach, sind gerade so für die Durchfahrt eines Wohnmobils geeignet. Hinter dem oberen Tor kommt rechts gleich ein größerer Parkplatz auf dem man gut stehen bleiben kann, aber nur Tagsüber - Nachts ist er für Wohnmobile gesperrt.
Auch Dambach ist ein kleiner Typischer Elsässischer Weinort, mit schönen alten Fachwerkhäusern, man hat das Gefühl hier ist die Zeit stehen geblieben. Durch die kleinen Gassen bin ich ein wenig durchgeschlendert und habe mir die gut renovierten Häuser angeschaut. Oberhalb von Dambach-de-Ville, steht zwischen den Weinreben die Chapelle St. Sebastien, aus dem Jahr 1525. In der Chapelle, im Gewölbekeller liegen Gebeine der Opfer des Bauernaufstandes.
Das hat mich aber nicht interessiert, dafür der geschnitzte , barocke Sebastiansaltar von 1690.
Das nächste Ziel war, etwas südlicher wieder, der kostenlose, offizielle Stellplatz von Chatenois. Ein schöner Stellplatz unter Bäumen, mit Ver + Entsorgungsstelle, aber im Winter abgestellt, aber kein Problem Übernachten kann man hier hervorragend.
Auch hier wieder, schöne alte Fachwerkhäuser an der Hauptstraße, und dann geht es rechts hoch zum sogenannten Hexenturm, ein altes Stadttor und dahinter der Turm der Eglise Saint-George aus dem Jahr 1525.
Unter den vielen Burgen im Elsass, ist keine berühmter als das Chateau Haut-Koenigsbourg, eine der bedeutendste Touristenattraktion nach Straßburg.
Auch wenn es Februar ist, war der Besucher Andrang groß, so das ich gleich unten auf dem großen Parkplatz angehalten habe. Ein kleiner Trampelpfad führte ca. 30 Minuten zum gehen hoch, zur Haute Koenigsbourg. Das war eine gute Entscheidung, auch wenn es sehr anstrengend war, den oben hätte ich für den Ludwig nur schwer einen Parkplatz gefunden.
Die Burg wurde schon im 12. Jahrhundert erbaut, und nach einer Zerstörung im Jahre 1492 wieder hergestellt.
Angeschaut habe ich mir die gewaltige Anlage aber nur von außen, da mir die € 12,-- zuviel waren, bei dem Ansturm der Besucher, es müssen wohl Schulferien derzeit in Frankreich sein.
Über Saint-Hippolyte, einem ganz kleinem schnuckeligen Dörfchen, fuhr ich weiter nach Bergheim, immer entlang der kleinen kurvigen Weinstraße entlang, bis zum Parkplatz vor dem Stadttor. Die Innenstadt ist nicht geeignet, für Wohnmobile. Laut dem Reiseführer, einem der Höhepunkte der mittelalterlichen Kleinstädte im Elsass.
Das kann ich nach der Besichtigung, von Bergheim nur bestätigen, ein Besuch lohnt sich wirklich.
Was mich überrascht hat ,hier im Elsass, besonders in Bergheim, die auffällige Dekorationen zum Valentinstag, der ein paar Tage vorher war. Das kennt man in Deutschland, so nicht, da wird eher zu Ostern dekoriert.
Das nächste Ziel war Ribeauville; ; das schon zu den größeren Ortschaften (4700 Einwohner) und zugleich zu den Glanzpunkten der Weinstraße zählt. Bekannt auch für den Weihnachtsmarkt im Dezember. Auch wenn der schon ein paar Tage her ist, Mitte Februar war noch die Weihnachtsdeko an vielen Häusern zu sehen.
Den gut ausgeschilderten Stellplatz habe ich mir angeschaut, mit allem was man braucht ausgestattet, für € 15,00 für die Nacht. Leider ist es jedoch nicht möglich nur Stundenweise, die Parkgebühr zu entrichten. Die offiziellen Parkplätze sind mit WoMo Verbot ausgeschildert. Aber dank Park4Night, habe ich am Straßenrand, oberhalb der Stadt einen Parkplatz am Straßenrand gefunden. Da ich nicht vorhatte, hier zu Übernachten.
So eine Bilderbuch Puppenstubenstädtchen, habe ich selten gesehen, ich kann nur Empfehlen Ribeauville anzuschauen.
Nach der ausführlichen Besichtigung Ribeauville, inclusive Kaffeepause, war der Plan nach Riquewihr, zu fahren und da zu Übernachten. Riquewihr zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs, was man an dem Touristenrummel sogar im Februar, wenn man in das Dorf (mit Stadtmauer?) fährt, anschaulich spürt. Der offizielle Stellplatz, kostet pro Stunde € 3,00 (Omnibusse kostenlos) und für die Nacht werden € 30,00 (19 Uhr - 9 Uhr) verlangt. Danke, aber diesen Touristennepp mache ich nicht mit. Soviel schöner kann der Ort auch nicht sein, wie die ich bisher angeschaut habe.
Vielleicht kommt da mein schwäbischer Ursprung hervor, aber dazu stehe ich, nicht mit mir.
So habe ich mir als Übernachtungsplatz Kayserberg ausgesucht, am Ortsrand nähe Bundesstraße (Nachts relativ ruhig), auf einem Schotterparkplatz, mit Ver-Entsorgung ohne Wasser im Winter, für € 12,00 - 24 Std.
Hier standen auch bedeutend mehr Wohnmobile, wie in Riquewihr, kein Wunder.
Da es schon inzwischen 16 Uhr war, und sehr kalt -2 Grad, habe ich die Stadtbesichtigung auf den nächsten Tag verschoben, und es mir gemütlich im warmen Wohnmobil gemacht.
Am nächsten Morgen, immer noch Minus Grade, eingepackt mit Mütze , Schal und Handschuhe, durchstreifte ich die Altstadt. Entlang der verkehrsberuhigten Hauptstraße, rüber über die Weißbrücke, mit den Schießscharten und zum Albrecht Schweizer Geburtshaus mit Museum. Oberhalb von Kayserberg liegt noch die alte Burg, wo man hinaufspazieren kann, aber das habe ich dann doch gelassen.
So langsam hat es mir eigentlich gereicht, bei den Minustemperaturen, alte Fachwerkhäuser, dick vermummt anzuschauen. Jedoch nach Colmar musste ich noch unbedingt, einer der Highlights im Elsass, obwohl ich da schon mal vor rund 15 Jahren war.
Die Entfernung von Kayserberg nach Colmar ist es nicht weit, und den kostenlosen Tagesparkplatz habe ich auch schnell gefunden. Die Altstadt von Colmar ist schon sehr bewundernswert mit ihren zahlreichen sehenswerten Häusern und Palästen. Auch Colmar kommt nicht um den Einzelhandel Wandel herum. In Erinnerung hatte ich noch viele kleine Inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte, die aber Platz machen mussten für Ketten und Cafés und Restaurants. Der tolle Käseladen gibt es leider nicht mehr, aber die Markthalle noch, wo ich den Kühlschrank mit Leckereien aus dem Elsass aufgefüllt habe. Für einen Kaffee in der Fußgängerzone und dem Treiben zuzuschauen war es leider zu frisch.
Aber Colmar ist immer noch eine Besuch wert.
Der schöne Übernachtungsplatz am Hafen von Colmar, war leider geschlossen, so das ich auf dem offiziellen Stellplatz , mitten in Neuf-Brisach übernachten wollte.
Es ist toll, das die Stadt so einen kostenlosen Stellplatz, mitten im Zentrum zur Verfügung stellt, aber zum Übernachten war es mir zu hektisch dort. Deshalb habe ich einen Rundgang um den Ort gemacht, um mir die gewaltigen Festungsmauern der Vauban Festung anzuschauen.
Übernachtet habe ich dann in Breisach, direkt am Rhein an dem offiziellen Stellplatz, bevor ich mich am nächsten Morgen, wieder auf den Heimweg ins Allgäu gemacht habe.
Fazit des Kurz Trips ins Elsass: es war eine sehr schöne Reise ins Elsass, vielleicht zur falschen Jahreszeit, aufgrund der Minustemperaturen die auch am Tag herrschten. Dafür war der Touristenrummel doch um einiges angenehmer, wie zur Hauptsaison. Eine wunderschöne Weinregion, mit schönen alten Fachwerkhäusern. Bei besseren Temperaturen könnte man schöne Wanderungen machen, durch die Weinreben, hoch auf so manche Burg / Ruine, die ich nicht gemacht habe.